Schlagworte: Ausbeutung

Kleingeld.

Sarah schneidet Haare. Sarah heißt nicht wirklich Sarah, aber im Folgenden werde ich sie so nennen. Sarah lernte ich in einem Friseursalon kennen, nicht so einem 10-Euro-Laden, aber auch nicht in einem besonders teueren Geschäft. Ich zahlte für Waschen-Schneiden-Föhnen etwa 35 Euro – okay dafür, dass sie eine Stunde mit mir und meinen Haaren beschäftigt war – so dachte ich. Inzwischen arbeitet Sarah nicht mehr in dem Laden, aber schneidet immer noch meine Haare. Und erzählte mir ein bisschen aus ihrem Leben. Und ihrem Beruf. Sie blieb beim Erzählen stets freundlich und gut gelaunt – mich hingegen machten ihre Erzählungen wütend. Und traurig.

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