Schlagworte: Jugend

Alles war schön und nichts tat weh.

Er blickt sich nicht mehr um. Warum auch… es hätte nichts gebracht. Es schneit… oder regnet es? Diesen Dreck, der da vom Himmel kommt, kann wohl kein vernünftiger Mensch  definieren. Wobei wohl diese Eigenschaften durchaus nicht zu bezweifeln sind: Erstens: Kälte, zweitens: Nässe, und nebenbei ein vollkommen ungutes Gefühl.

Die zu lange Hose schleift er hinter sich her und als er die nasse Kälte von unten heraufgekrochen spürt, verflucht er sich selber und seine Faulheit- dieses verdammte Ding einfach mal umzukrempeln dürfte doch nicht so schwer sein. Doch jetzt ist auch schon zu spät und der Typ für Schadensbegrenzung war er definitiv nicht. Eher im Gegenteil, ganz oder gar nicht, immer mitten in die Fresse rein und Augen auf und durch, denn mit geschlossenen Augen kann man dem, was einem entgegenkommt, nicht mehr mutigen Herzens und zittrigen Knien entgegenblicken – zumindest sagt man das doch so, oder? Wobei das Herz wohl meistens eher zittrig und weniger mutig daherkommt, aber das muss ja keiner merken und er hat auch nicht das Bedürfnis, das andere merken zu lassen. Warum auch…dazu gibt es keinen Grund und jedes mal, wenn er sich anderen geöffnet hat, ist er sowieso immer wieder auf die Fresse gefallen, und mit der Zeit wird man dessen müde, sehr sogar. Selbst so ein Mensch, wie er es ist, wird dessen durchaus überdrüssig. Doch er zeigt dies nicht, sondern legt eine unglaublich leichtfüßige Gleichgültigkeit an den Tag, sodass es einigen nicht schwerfällt, ihn als kalt zu beschreiben. Wie gern er nur wirklich so kalt sein würde.

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